wettbewerb meisterhäuser dessau

Wettbewerb 2008, mit André Fickert, Fickert Architekten, Chemnitz

Bei diesem Entwurf der Ergänzungsbauten für die im Krieg zerstörten Meisterhäuser steht das Verhältnis der Neubauten zu den drei existierenden Gebäuden der Meisterhaussiedlung im Vordergrund. Beide Gebäude befinden sich an den Standorten der Vorgängerbauten, der Ergänzungsbau des ehem. Direktorenhauses nutzt das, im Originalzustand verbliebenen Untergeschoß als Sockel und setzt die erforderlichen Funktionen nach Ausstellungs- und Tagungsflächen in einen schlichten Neubau, deutlich ablesbar als neue Schicht auf diesen auf, das Cafe wird ebenfalls in diesem Gebäudeteil untergebracht, es befindet sich, zusammen mit dem Foyer in einem schmalen, abgewinkelten Bereich gegebüber dem Ergänzungsbau Moholy-Nagy. Das Untergeschoss, welches die originalen Räume und die Umbauspuren der vergangenen Jahrzehnte zeigt, beherbergt in den Räumen der ehem. Hausmeisterwohnung die Besprechungszimmer sowie die notwendigen Nebenräume. Die notwendige Küche des Cafes befindet sich ebenfalls im UG, die Andienung an das Cafe erfolgt über die Öffnungendes vorhanden Sockelgeschosses.
Wichtig ist bei beiden Gebäuden der Bezug zum Weltkulturerbe der Meisterhaussiedlung, beide Gebäude sind nahezu reduziert auf die transparente Fassade, erlauben und erzwingen so in jede Richtung das Zeigen der Meisterhäuser und der umgebenden Landschaft und, gleichzeitig lassen sich Ausstellungen und Informationen durch die Gebäudehülle erkennen und ablesen.
Die zweigeschossige Ergänzung des Meisterhauses Moholy-Nagy beinhaltet die Kasse, den Museumsshop sowie die Nebenräume, das freie Obergeschoss das Informationszentrum zu den Dessauer Bauhausbauten, das Gartenreich sowie das Biosphärenreservat.
Die, östlich des Gelände gelegene ehem. Mauer wird auf alter Höhe wiedererrichtet, es werden Eingänge in den dahinter gelegenen Park mit seinem alten Baumbestand errichtet, um den Besuchern sowie Spaziergängern diesen, vom Straßenumfeld der Kreuzung entzogenen Raum als Auftakt der Meisterhaussiedlung anzubieten.
Der Kreuzungsbereich von Ziebigker Straße, Puschkinallee und Gropiusallee wird von der Einmündung der Ebertallee getrennt, somit lässt sich der Straßenverlauf der Kreuzung vereinfachen und der Platzbedarf verringern. Die Ebertallee mündet als einzelne Straße in die Gropiusallee.
Durch die Verringerung des Verkehrsplatzes der Kreuzung gelingt es, das für das Raumbeziehungen des Gartenreiches wichtige Ruinenversatzstück „Sieben Säulen“ vom unmittelbaren Kreuzungsbereich zu trennen, es steht wieder frei innerhalb der Wiesen des Gartenreiches, der Baumbestand der Ebertallee wird entsprechend der Verlängerung des östlichen Fußwegbereiches ergänzt und komplettiert damit die Achse zum Amaliensitz.

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