gera 2, arztpraxis

Umbau Kieferorthopädische Praxis, Gera
 
Zeitraum: 2009-2010
 
Leistungsphasen: 1 – 9
 
Analyse und Optimierung der Praxis-
abläufe, Erweiterung der Praxis
 
 
 
Beteiligte:
Tischlerei Eppendorfer, Amtsberg
Malerfachbetrieb Haase, Gera
Elektro-Service Amtsberg

In den Räumen eines gründerzeitlichen Hauses in Gera befindet sich schon seit langem eine Kieferorthopädische Praxis, hervorgegangen aus einer Poliklinik für Kieferorthopädie. Die häufigen Umbauten und notwendigen Anpassungen in der Geschichte der Einrichtung führten über den Lauf des Bestehens der Praxis zu ineffizienten Betriebsabläufen und eingeschränkten Erweiterungsmöglichkeiten der Räume, erschwerten die Entwicklung zu einer zeitgemäßen Praxis. Auch ging der gründerzeitliche Charakter der Räume mit vielen Umbauten verloren. Die Praxis füllt die komplette Etage des Gründerzeithauses aus, alle Erweiterungen mussten innerhalb der bestehenden Praxis realisiert werden.

Der Entwurf setzt mit einer Analyse der bestehenden Praxisabläufe an, mit dem Ziel, die Praxiserweiterung von drei auf fünf Behandlungseinheiten mit einer Optimierung aller Abläufe zu koppeln. Die Behandlungsräume, die vor dem Umbau auf die gesamte Etage verteilt waren, werden zusammengefasst zu einem zentralen Behandlungsbereich, der Wartebereich der Patienten wird von diesem losgelöst, Doppelnutzungen von Räumen (Röntgen, Sterilisation, Behandlung) werden aufgelöst, um eine ungestörte Behandlung zu ermöglichen. Durch die Zusammenfassung möglichst aller Funktionen zu einem zentralen Behandlungsbereich werden die Wege innerhalb der Praxis kürzer, die wartenden Patienten werden nicht mit der Unruhe des Praxisbetriebs konfrontiert.

Ein großes Potential bei der Erweiterung der Praxis stellt der gründerzeitliche Charakter vieler Räume dar, dieser wurde in den Räumen mit Publikumsverkehr, der Rezeption, einem Behandlungs- und Besprechungsraum wieder hergestellt, Wand- und Bodenflächen wurden mit hochwertigen, haptischen Materialien behandelt. Alle neuen Einbauten sind möglichst als klar erkennbare, teilweise freistehende, zeitgemäße Möbel gestaltet, stehen damit im Kontrast zum gründerzeitlichen Charakter der Raumhüllen.

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